Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg gibt immer neuen Bewegungen, Gästen und Musikstücken Raum: 2009/10 widmete das Orchester der Musik Gustav Mahlers anlässlich des 150. Geburtstags gleich mehrere Projekte. Es porträtierte Heinz Holliger zu dessen 70. und beteiligte sich an der Wiederentdeckung des jung verstorbenen Komponisten Rudi Stephan. Martha Argerich gehörte zu den gefeierten Solisten, die mit dem SWR Sinfonieorchester auftraten.

In Donaueschingen definierte sich das Orchester zweimal neu: in den experimentellen Uraufführungsprojekten von Manos Tsangaris und Mathias Spahlinger. Die Donaueschinger Musiktage sind seit ihrer Neugründung 1950 untrennbar mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg verbunden. Etwa 400 Kompositionen wurden dort durch das SWR Sinfonieorchester uraufgeführt, das bis heute in Donaueschingen und darüber hinaus ein unverzichtbarer Partner für die Komponisten unserer Zeit ist.

„Im Zentrum der europäischen Kultur“, wie es Chefdirigent Sylvain Cambreling formuliert, steht das SWR Sinfonieorchester jedoch nicht nur in Bezug auf die zeitgenössische Musik. Seit seiner Gründung 1946 ist es Anziehungspunkt für internationale Dirigenten und Solisten und auch musikalischer Botschafter im In- und Ausland, etwa zwischen Hamburg und Madrid oder Berlin und New York. Über 600 Werke aus drei Jahrhunderten hat das SWR Sinfonieorchester auf Tonträgern eingespielt.

Motoren dieser vielfältigen Aktivitäten waren und sind die profilierten Chefdirigenten von Hans Rosbaud über Ernest Bour bis zu Michael Gielen und Sylvain Cambreling, der seit 1999 das Orchester leitet: ein Orchester, das durch sechs Jahrzehnte besonderer Herausforderungen zu einer andernorts selten erreichten Flexibilität und Souveränität gefunden hat.

Copyright Bilder: Klaus Polkowski